Wer die besten Talente für sich gewinnen will, muss heute mehr bieten als nur einen Arbeitsplatz. Unternehmen brauchen eine Arbeitgebermarke, die begeistert und langfristig überzeugt. Genau hier setzt Employer Branding an: Es zeigt, warum dein Unternehmen der ideale Ort zum Arbeiten ist – und hilft dir, die Menschen zu finden, die perfekt dazu passen.
Doch was macht ein überzeugendes Employer Branding aus und wer macht es bereits richtig? Wir stellen dir 10 inspirierende Employer-Branding-Beispiele vor und verdeutlichen, wie du diese Ansätze nutzen kannst.
10 erfolgreiche Employer-Branding-Beispiele
Eine durchdachte Employer-Branding-Kampagne stärkt das Ansehen als Arbeitgeber:in und macht den Unterschied im Wettbewerb um Fachkräfte. Hier sind 10 Employer-Branding-Beispiele, die veranschaulichen, wie kreative Ansätze unverwechselbare Arbeitgebermarken schaffen.
1. Electronic Arts: Geschichten, die inspirieren
Electronic Arts (EA) setzt auf authentische Perspektiven, um Diversität und Inklusion zu fördern. In einem Video zum Women's History Month erzählen Frauen aus dem Team ihre persönlichen Geschichten und teilen, was sie motiviert. Mit diesen bewegenden Botschaften macht EA deutlich, wie wichtig Vielfalt für den Konzern ist – und inspiriert Fachkräfte, die sich mit diesen Prinzipien identifizieren.
2. HEK: Videos als Sympathieträger
Die Hanseatische Krankenkasse (HEK) setzt gezielt auf Videoinhalte, um ihre Kommunikation nach innen und außen zu verbessern. Intern fördern die emotionalen Inhalte den Teamgeist und schaffen ein Gefühl der Verbundenheit, während sie extern die Persönlichkeit des Unternehmens authentisch transportieren. Mit PlayPlay gelingt es der HEK, Inhalte zu produzieren, die Beschäftigte motivieren und das öffentliche Bild positiv prägen.
3. Heineken: Kompakte Videos statt endloser Textwüsten
Heineken erstellt monatlich mehrere Videoinhalte für die interne Kommunikation. Ein Beitrag zum Internationalen Frauentag veranschaulichte authentisch die Firmenwerte – und wurde sogar von Teammitgliedern auf Social Media geteilt.
Erfahre wie Heineken mit Videos die interne Kommunikation optimiert hat und damit entscheidend zum Employer Branding beiträgt: Heinekens Rezept für erfolgreiche Kommunikation? Videos statt PDFs!
4. Hahnair: Rebranding mit Videopower
Hahnair setzte bei einem Rebranding auf ein emotionales Video, das die neuen Markenwerte transportierte. Der Clip stärkte nicht nur die Identifikation der Beschäftigten mit der Vision des Unternehmens, sondern zog auch Aufmerksamkeit auf Social Media auf sich.
5. Salesforce: Das “Trailblazer”-Programm
Salesforce stellt persönliche Geschichten in den Mittelpunkt und vermittelt so, was die Arbeit im Konzern besonders macht. In einem Employer-Branding-Clip sprechen Teammitglieder, die „Trailblazer“, darüber, was sie zu Salesforce geführt hat, wie sie die Community unterstützen und wie ihr beruflicher Alltag aussieht.
Das Trailblazer-Programm hebt hervor, worauf es bei Salesforce ankommt: Lernen, Innovation und Gemeinschaft. Die Teammitgliedern vermitteln verschiedene Perspektiven ihres Alltags und verdeutlichen, wie das Programm das tägliche Miteinander prägt.
6. Starbucks: Bildungschancen im Fokus
Starbucks hebt sich mit einem einzigartigen Studienförderungsprogramm ab. In einem Video teilt eine Barista ihre bewegende Reise vom Nebenjob zum Hochschulabschluss – möglich gemacht durch die Unterstützung des Betriebs.
7. Nike: Geschichten des Teams im Mittelpunkt
Nike präsentiert auf seinem „Nike Careers“-Channel authentische Teaminterviews und berufliche Erfahrungsberichte in den Alltag eines Global Players. Die Beiträge lassen potenzielle Bewerber*innen erleben, was die Arbeit bei Nike einzigartig macht.
8. L’Oréal: Women in Tech
L’Oréal hebt in einem Video eine Mitarbeiterin hervor, die ihre Rolle in der Technologieabteilung des Konzerns präsentiert. Unter dem Hashtag #JoinUsAtLOréal gibt sie Eindrücke in ihren Arbeitsalltag. Ein cleveres Detail: L’Oréal bindet dabei subtil eigene Produkte ein, um die Marke zu betonen.
Das Video endet mit einem klaren Aufruf: Bewirb dich jetzt und werde Teil von L’Oréal!
9. Sephora: Authentizität im Arbeitsalltag
Sephora nutzt TikTok und Instagram, um den Alltag der Teammitgliedern sichtbar zu machen. Ein Instagram-Reel begleitet Brandi, Sales and Service Leader, durch ihre tägliche Arbeit bei Sephora. Das kurze Video erreicht vor allem junge Zielgruppen und vermittelt die Vorteile des Betriebs auf eine natürliche und persönliche Weise.
10. Apple: Raum für Visionen
Apple setzt auf Storytelling statt trockener Fakten.
Das Video wirbt nicht mit Benefits, sondern mit kraftvollen Worten, die Träume und Visionen ansprechen. Phrasen wie „For those who daydream“ und „For those unfamiliar with convention“ sprechen Menschen an, die sich in ihrer Kreativität und ihrem Streben nach Neuem wiederfinden.
Der Abschluss ist typisch für Apple: „You are more powerful than you think“. Eine motivierende Einladung, bei Apple zu arbeiten und das eigene Potenzial voll zu entfalten.
Was ist Employer Branding?
Employer Branding zeigt, was dein Unternehmen einzigartig macht und warum es sich lohnt, Teil deines Teams zu werden. Dabei geht es nicht nur um Zahlen und Fakten wie Gehalt oder Arbeitszeiten. Vielmehr liegt der Fokus darauf, die Kultur und Benefits authentisch darzustellen.
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Es gibt zwei Seiten des Employer Branding:
- Intern: Bestehende Mitarbeitende motivieren und binden.
- Extern: Potenzielle Bewerber:innen ansprechen und begeistern. Die Kernfrage lautet: Warum sollte jemand bei dir arbeiten wollen?
Ein starkes Employer Branding zeigt, was dein Unternehmen von anderen abhebt und wofür es steht. Es gibt deinem Unternehmen Persönlichkeit und macht es greifbar und unverwechselbar. Sei es durch spannende Projekte, flexible Arbeitszeiten oder Entwicklungsmöglichkeiten.
Warum ist Employer Branding so wichtig?
Der Fachkräftemangel treibt nahezu alle Unternehmen um. Eine starke Arbeitgebermarke ist hier ein entscheidender Wettbewerbsvorteil, um Fachkräfte schlussendlich für sich zu gewinnen und gleichzeitig Kosten zu sparen.
Das zeigt eine Employer-Branding-Studie:
- 50 Prozent niedrigere Einstellungskosten: Eine überzeugende Arbeitgebermarke senkt die Recruiting-Ausgaben deutlich.
- 28 Prozent weniger Fluktuation: Firmen mit gutem Employer Branding halten ihre Mitarbeitenden länger.
- 92 Prozent der Beschäftigten würden einen Jobwechsel in Betracht ziehen, wenn ihnen ein Unternehmen mit hervorragendem Ruf eine Stelle anbietet.
Ziele des Employer Brandings
Hier sind einige der wichtigsten Ziele von Employer-Branding-Strategien:
- Attraktive Arbeitgebermarke schaffen:
Eine starke Arbeitgebermarke zieht potenzielle Bewerber:innen an und bindet bestehende Mitarbeitende. Dies geschieht durch die Kommunikation der Firmenwerte und Benefits. - Mehr qualifizierte Bewerbungen:
Ein gelungenes Employer Branding hebt das Unternehmen von der Konkurrenz ab und macht es zu einem begehrten Arbeitgeber. Studien zeigen, dass Unternehmen mit starkem Employer Branding bis zu 50 Prozent mehr qualifizierte Bewerbungen erhalten. - Verbesserung der Teambindung und -zufriedenheit:
Zufriedene Mitarbeitende sind produktiver und loyaler. Durch Maßnahmen wie Weiterbildungsmöglichkeiten, flexible Arbeitszeiten und eine positive Arbeitsumgebung stärkt das interne Employer Branding die Bindung an das Unternehmen. - Unternehmenskultur erlebbar machen:
Eine starke Organisationskultur schafft ein positives Arbeitsumfeld und fördert das Engagement der Mitarbeitenden. Dies wird greifbar durch konkrete Initiativen wie Team-Events, CSR-Projekte, Aktionswochen oder interne Wettbewerbe. Solche Aktivitäten stärken den Zusammenhalt und machen die Unternehmenskultur für alle erlebbar. - Steigerung der Bekanntheit und Weiterempfehlung:
Ein positives Image als Arbeitgeber stärkt die Marke insgesamt und macht sichtbarer. Zudem wirkt sich ein hoher ENPS (Employer-Net-Promoter-Score) positiv auf das Recruiting und die Reputation auf Karriereplattformen aus.
Um diese Ziele zu erreichen, müssen Teams eine umfassende Employer-Branding-Strategie entwickeln, die alle Aspekte des Unternehmens umfasst, von der internen Kommunikation bis hin zur Personalentwicklung. Eine überzeugende Arbeitgebermarke ist der Schlüssel, um die besten Köpfe zu gewinnen und langfristig zu binden.
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Nochmal als Reminder: Employer Branding ist ein strategischer Prozess, der Fachkräfte anzieht und Mitarbeitende langfristig bindet. Mit diesen vier Schritten machst du deine Arbeitgebermarke zur echten Stärke:
1. Zielgruppe verstehen und Stärken analysieren
Beginne mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme deiner Arbeitgebermarke. Was macht deine Marke aus? Welche Vorteile bietest du? Und welche Erwartungen haben deine Zielgruppen – sowohl bestehende Mitarbeitende als auch potenzielle Bewerber:innen?
- Nutze Social-Media-Analytics, interne Umfragen oder Interviews, um Insights zu sammeln.
- Verstehe, was deine Zielgruppen wirklich motiviert, und richte deine Strategie danach aus.
2. Eine überzeugende Employer Value Proposition (EVP) entwickeln
Deine EVP ist das Herzstück deines Employer Brandings.
Sie beantwortet die Frage: „Warum sollte jemand bei uns arbeiten wollen?“
Eine EVP ist in der Regel ein prägnantes, überzeugendes Statement, das Mitarbeitende und potentielle Teammitglieder gleichermaßen inspiriert.
- Was gehört in ein EVP-Statement?:
Beginne mit der Mission und Vision und kombiniere diese mit den einzigartigen Werten, die dein Unternehmen auszeichnen. Füge konkrete Vorteile hinzu, wie flexible Arbeitszeiten, Weiterbildungsmöglichkeiten oder ein inklusives Arbeitsumfeld. - Schaffe eine emotionale Verbindung:
Stelle die Menschen in den Mittelpunkt – zeige auf, wie Mitarbeitende bei dir beruflich und persönlich wachsen können. - Formuliere klar und authentisch:
Dein Statement sollte leicht verständlich und glaubwürdig sein, ohne überzogene Versprechen zu machen. - Teste und optimiere:
Hole Feedback von aktuellen Mitarbeitenden ein, um sicherzustellen, dass deine EVP deren Erfahrungen widerspiegelt und authentisch ist.
3. Kommuniziere deine Markenbotschaft durch authentisches Storytelling
Mache deine Botschaft nicht nur hörbar, sondern auch spürbar. Authentisches Video Storytelling hilft dir, deine Marke greifbar und sympathisch zu machen.
- Videos:
Interviewe Mitarbeitende, dokumentiere Team-Events oder zeige den Arbeitsalltag. Inspiration gefällig? In unserem Blog bekommst du Ideen und Strategien für gute Employer-Branding-Videos. - Social Media:
Nutze LinkedIn für Business Insights, TikTok für kreative, “spontane” Inhalte und YouTube für ausführliche Einblicke. Ein einheitliches Branding und authentische Geschichten helfen dir, Vertrauen zu schaffen und für Wiedererkennung zu sorgen. - Markenbotschafter:innen fördern:
Motiviere deine Mitarbeitenden, positive Erlebnisse im Unternehmen zu teilen – sei es durch Social-Media-Posts, Blogbeiträge oder bei Veranstaltungen. Incentivierung kann hierbei helfen: z. B. durch interne Wettbewerbe, öffentliches Lob oder kleine Belohnungen. Merke: Begeisterte Mitarbeitende sind die glaubwürdigsten und authentischsten Botschafter:innen deiner Marke.
4. Recruiting und Teambindung stärken
Nutze deine EVP als Fundament für Recruiting-Kampagnen. Betone, was dein Unternehmen einzigartig macht, und zeige klar, wie es Mitarbeitende unterstützt und inspiriert.
- Fördere Teamgeist und Weiterbildung:
Schaffe Programme und Initiativen, die Mitarbeitende langfristig motivieren und binden, so wie das “Trailblazer”-Programm von Salesforce. - Setze auf visuelle Inhalte:
Nutze Videoinhalte, um dein Unternehmen authentisch zu präsentieren und potenzielle Bewerber:innen emotional zu erreichen.
Eine überzeugende Arbeitgebermarke zahlt sich aus
Employer Branding ist der Schlüssel, um Talente anzuziehen und langfristig zu binden. Ob durch Videos, spannende Projekte oder inspirierende Geschichten: eine authentische Arbeitgebermarke macht den Unterschied. Unternehmen, die ihre Werte klar kommunizieren und glaubwürdig auftreten, gewinnen nicht nur Mitarbeitende – sie schaffen echte Markenbotschafter:innen!
Ein gutes Beispiel ist das Trailblazer-Programm von Salesforce. Hier erzählen Mitarbeitende in Videos ihre persönlichen Geschichten und zeigen, wie sie durch das Unternehmen wachsen konnten. Dieses Programm stärkt die Identifikation mit dem Arbeitgeber, hebt besondere Aspekte des Arbeitsumfeldes hervor und zieht Talente an, die sich davon angesprochen fühlen.
Employer Branding umfasst alle Maßnahmen, die ein Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber positionieren. Dazu gehören:
- Eine klare Employer Value Proposition (EVP) – also das, was dein Unternehmen besonders macht.
- Karriere-Websites und Social-Media-Präsenz, die den Arbeitsalltag zeigen.
- Mitarbeiter-Storys, um authentische Einblicke zu geben.
- Recruiting-Prozesse, die den Bewerbenden eine positive Erfahrung bieten.
- Interne Maßnahmen, die Teamgeist und Motivation fördern.
Das sind gezielte Aktionen, um dein Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber bekannt zu machen. Beispiele:
- Social-Media-Kampagnen, in denen Mitarbeitende ihre Erfahrungen teilen.
- Employer-Branding-Videos, die echte Einblicke in den Arbeitsalltag geben.
- Mitarbeiter-Events und Weiterbildungsprogramme, die das Team stärken.
- Flexibles Arbeiten und Benefits, um sich als moderner Arbeitgeber zu positionieren.
- Bewertungen auf Plattformen wie Kununu und Glassdoor aktiv managen.
Gutes Employer Branding ist authentisch, klar und glaubwürdig. Es zeigt, warum dein Unternehmen ein toller Arbeitgeber ist – und zwar nicht nur mit Worten, sondern mit echten Erlebnissen. Es beginnt mit einer überzeugenden EVP, die klar macht, was Mitarbeitende bei dir erwartet. Unternehmen, die das Thema ernst nehmen, haben geringere Fluktuation, ziehen motivierte Talente an und werden weiterempfohlen.
Ein gutes Beispiel ist Nike. Über den „Nike Careers“-Channel gibt das Unternehmen Einblicke in den Arbeitsalltag. Mitarbeitende erzählen in Videos ihre persönliche Geschichte und zeigen, warum sie gerne bei Nike arbeiten. Das macht das Unternehmen nahbar und spricht genau die Talente an, die sich mit dieser Arbeitsweise identifizieren.
Das zeigt das Beispiel Uber. Uber ignorierte über Jahre Beschwerden zu Diskriminierung und Belästigung. Mitarbeitende hatten das Gefühl, dass ihre Anliegen nicht ernst genommen wurden. Es entstand ein toxisches Umfeld mit hoher Fluktuation. Das hatte Folgen:
- Öffentlicher Reputationsverlust, als interne Probleme nach außen drangen.
- Misstrauen der Belegschaft, weil Transparenz fehlte.
- Probleme im Recruiting, da Top-Talente sich gegen Uber entschieden.
- Kostspielige Krisenkommunikation, um das Image zu reparieren.
Das Beispiel zeigt: Wer sich nicht aktiv als attraktiver Arbeitgeber positioniert, riskiert nicht nur schlechte Presse, sondern auch hohe Recruiting-Kosten und unzufriedene Teams.
Philipp Wolf
Marketing Lead Manager
Philipp ist Marketingexperte mit starkem Fokus im Bereich Content Marketing. Wenn er mal gerade nicht an Content oder einer neuen Kampagne für PlayPlay schraubt, joggt er durch Berlin, renoviert seine Wohnung oder reist mit dem Zug durch Europa.